Archiv der Kategorie: Quellenkritik

Deepfakes: Wie funktionieren sie und was hilft dagegen?

Eine simple Idee revolutionierte vor wenigen Jahren das Erstellen gefälschter Bilder und Videos. Bald kann jeder von zu Hause aus Fakes herstellen, die Menschen nicht mehr als solche erkennen können. Und auch Computer tun sich dabei immer schwerer.

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Ohnmacht und Macht der Literatur

Wo die Öffentlichkeit unentwegt mit Halbwahrheiten geflutet wird, leidet die Kraft der literarischen Fiktion. Und was können sich Schriftsteller angesichts aller möglichen und unmöglichen politisch korrekten Vorgaben überhaupt noch erlauben?

Quelle: Umzingelt von Lärm und Moral: Ohnmacht und Macht der Literatur

Glosse: Aristoteles entschuldigt das Masken-Fiasko

Der Showdown.

Quelle: Glosse: Aristoteles entschuldigt das Masken-Fiasko

Ein paar Fakten und persönliche Gedanken dazu. Tatsächlich führt das VBS in seinem Bericht (siehe pdf) das folgende Zitat an:

«Es gibt nur einen Weg, um Kritik zu vermeiden: Nichts tun, nichts sagen, nichts sein.»
Aristoteles

D. Friedli kritisiert in einer Glosse (NZZ am Sonntag, 25.4.21), dass das VBS damit ein weiteres Mal beschönige. Er schreibt:

Wie viel leichter fällt doch die Erkenntnis, dass Millionen für mangelhafte Schutzmasken in den Sand gesetzt wurden, wenn sie unter einem derart augenöffnenden Epigraf stehen.

Dazu möchte ich einiges bemerken:

  1. Friedli benützt das Wort„Epigraf“ in der Bedeutung „einleitendes Zitat“ oder ähnlich. Sowohl in meinem Sprachverständnis, besonders aber auch gemäss Duden (siehe Artikel online) gibt es keine solche Verwendung dieses selten verwendeten Wortes, vielmehr bedeutet es „antike Inschrift“ – auch wenn das DWDS (siehe Eintrag online) vereinzelt anderen Gebrauch in einigen Beispielen sichtbar macht.
  2. Was meint Friedli mit „eine Erkenntnis fällt leichter“? Ein Entschluss oder ähnliches kann gewiss leichter fallen, doch eine Erkenntnis? Mir ist noch nie eine Erkenntnis leicht oder schwer gefallen; das scheint mir ein sehr seltsamer Wortgebrauch.
  3. Schliesslich interessiert, von wem das Zitat tatsächlich stammt. Schon eine kurze Webrecherche zeigt, dass dies zwar gerne Aristoteles untergeschoben wird, aber in Tat und Wahrheit von Elbert Hubbard geprägt wurde (z.B. hier diskutiert).
  4. Dass Friedli sich über das Zitat des VBS mokiert, ist das eine. Dass er mangels Quellencheck nicht bemerkt, dass das VBS mit der Autorzuschreibung dieses Zitats einen weiteren Fehltritt beging, steigert mein Vertrauen in seine Überlegungen nicht.

Kurz: Die Glosse vermag mich weder sprachlich noch inhaltlich zu überzeugen.