Archiv der Kategorie: Geisteswissenschaften

Die Autorität des Wortes oder der Kampf um rhetorische Dominanz

Der Philosoph Jürgen Habermas träumte von einem herrschaftsfreien Diskurs, doch spätestens die Dynamik der sozialen Netzwerke hat seine Aufklärungsutopie pulverisiert. Statt sachter Verständigung herrscht ein aggressiver Kampf um rhetorische Prädominanz.

Quelle: Die Autorität des Wortes oder der Kampf um rhetorische Dominanz

Berliner Professorin Melanie Möller über das Gendern und die Spaltung der Gesellschaft

Melanie Möller, Antike-Spezialistin an der Freien Universität, ist keine Freundin des Genderns und mag auch Triggerwarnungen nicht. Sie möchte, dass man Lesern mehr zutraut.

Quelle: Berliner Professorin Melanie Möller über das Gendern und die Spaltung der Gesellschaft

Gastbeitrag: Warum Menschen Mythen brauchen

Mythen sind immer schon ein Versuch gewesen, sich vom Schrecken der Wirklichkeit abzugrenzen. In einer Zeit der alltäglichen Krisenerfahrungen kommen sie zu neuer Geltung, schreibt Matthäus Leidenfrost in einem Gastbeitrag. Sie bieten nicht nur Unterhaltung, sondern auch alternative Perspektiven und Erklärungsansätze. Über Mythen als Reflexionshilfe spricht der Religionswissenschaftler heute bei einem Vortrag in Wien.

Quelle: Gastbeitrag: Warum Menschen Mythen brauchen – science.ORF.at

Sternstunde Philosophie – Roland Reichenbach – Alte Schule oder neue Bildung?

Noten und Hausaufgaben abschaffen, Handys und ChatGPT verbieten? Die Schulen kämpfen mit neuen Herausforderungen, von Integration über Bürokratie bis zum Leistungsdruck. Sind die Schulen noch zeitgemäss? Yves Bossart im Gespräch mit dem streitbaren Erziehungswissenschaftler Roland Reichenbach.Die Stadt Luzern will die Schulnoten abschaffen. Andere finden, die Hausaufgaben und das Langzeitgymnasium müssten eigentlich weg. Bildung ist wie Fussball: Alle reden mit, alle wissen es besser.Aber was hilft wirklich? Wie sieht der Schulunterricht in Pisa-Musterländern wie Finnland und Singapur aus? Wie werden Kinder auf eine dynamische Welt vorbereitet? Und was haben Platon, Humboldt und Konfuzius damit zu tun? Darüber spricht Yves Bossart mit dem renommierten Bildungsforscher Roland Reichenbach, Professor für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Universität Zürich.

Quelle: Sternstunde Philosophie – Roland Reichenbach – Alte Schule oder neue Bildung? – Play SRF

Gabriel Zuchtriegel leitet die Ausgrabungen von Pompeji und sorgt für Furore

Seit drei Jahren leitet der gebürtige Deutsche Gabriel Zuchtriegel die Ausgrabungen von Pompeji. Beim Treffen vor der Kulisse der Ruinenstätte am Vesuv erzählt er von neuen Funden, alten Steinen und der Suche nach Glück und Erfüllung.

Quelle: Gabriel Zuchtriegel leitet die Ausgrabungen von Pompeji und sorgt für Furore

Das Schulsystem ist heute darauf ausgerichtet, Humankapital zu bilden

Der wirtschaftliche Druck und die Globalisierung haben das Schulsystem verändert. Gerade für den Fortschritt wäre es wichtig, dass Bildung die Politik und die Demokratie vor der Logik des Marktes hochhält.

Quelle: Das Schulsystem ist heute darauf ausgerichtet, Humankapital zu bilden

Der Mensch als Symbiose von Gehirn und Kultur

„Ich hatte meine Kritik der Neuropädagogik, die im Condorcet-Blog unter dem Titel Lehrende und lernende Gehirne erschienen ist, mit einer Rückblende auf die Pädagogische Anthropologie begonnen. Es scheint mir angebracht, meine Ausführungen zur Symbiose von Gehirn und Kultur damit abzuschliessen, dass ich mich nochmals der Frage nach dem pädagogischen Verständnis des Menschen zuwende. Dies wird es ermöglichen, auch einige kritische Fragen zum schulischen Unterricht zu stellen und nach möglichen Lösungen zu suchen“, schreibt Condorcet-Autor Professor Walter Herzog in der Einführung zum 4. und letzten Kapitel seines vierteiligen Essays zur Neuropädagogik.

Quelle: Der Mensch als Symbiose von Gehirn und Kultur, 4. Teil – Condorcet

Sozial- und Geisteswissenschaften: Wachsende Bedeutung für den Arbeitsmarkt

In früheren Jahren bereitete der Ansturm von Studierenden auf die geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächer an den Universitäten Anlass zur Sorge. Angesichts der abnehmenden Studierendenzahlen sind diese Disziplinen auf dem Arbeitsmarkt wieder sehr gefragt.

Quelle: Sozial- und Geisteswissenschaften: Wachsende Bedeutung für den Arbeitsmarkt