Sind Denken und Verhalten des Menschen neurowissenschaftlich erklärbar? Die Psychologin und Neurowissenschaftlerin Leor Zmigrod behauptet, ideologisches Denken gehe aus bestimmten Charakteristiken des Gehirns hervor. Sie selbst operiert dabei ideologisch.
Die japanische Kultur kennt eine Reparaturmethode mit Namen Kintsugi. Das wohl bekannteste Beispiel dafür sind kaputte Tassen. Man flickt sie, indem man nicht einfach die Scherben zusammenleimt, sondern die Bruchlinien durch Goldfarbe hervorhebt (kintsugi: «Goldverbindung»).
Über den Verheerungen des 20. Jahrhunderts ist Europa ideell so tief mit seiner Geschichte zerfallen, dass es an Optimismus und Vitalität mangelt. Zur Selbstbehauptung reicht es nicht aus, sich militärisch zu rüsten, man muss auch wissen, was es überhaupt zu verteidigen gilt.
Es gab eine Zeit während der Epoche der Aufklärung, da die Leute im Banne von menschlichen Automaten standen. Sie erschienen ihnen als «göttliche Maschinen». Wir Heutigen lassen uns ähnlich faszinieren: von KI-Systemen, denen wir unweigerlich Bewusstsein zuschreiben.
Die Ukraine dürfe den Krieg nicht verlieren, aber Waffen seien keine Lösung: Das sagt Jürgen Habermas seit Jahren. Nun meldet sich der Philosoph wieder zu Wort. Und es klingt ein bisschen anders.
Russland wurde der Krieg aufgezwungen, Selenskyj ist ein Diktator, die Uiguren leben in Freiheit. Gelogen wird mit Anspruch auf vollen Respekt. – Ein Flug über die Geistesgeschichte zeigt die Entwicklung zum Relativismus und wie man mit diesem umgehen kann.