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Lateinunterricht im Kanton Obwalden gestrichen

Weil das Interesse der Gymnasiasten am Lateinunterricht stark nachgelassen hat und die stete Ungewissheit über das Zustandekommen des Schwerpunktfaches Latein die Planung im Unterrichtswesen schwierig machte, streicht der Kanton Obwalden das Fach Latein ab dem nächsten Schuljahr 2019/2020.

Quelle: Lateinunterricht im Kanton Obwalden gestrichen – TV – Play SRF

Kommentar: Der Beitrag  zeigt eine Statistik,  die die Matura-Abschlüsse mit Latein zeigt. Man vergleiche damit  die folgende Übersicht, welche belegt, dass weiterhin fast ein Fünftel (sic!) der schweizer Maturanden Latein-Lektionen besucht (Stand 2012, Quelle hier):

Mit dem Latein am Ende?

Alte Sprachen wie Latein und Griechisch sind in der Schweizer Bildungslandschaft immer weniger gefragt. So streicht etwa Obwalden das Schwerpunktfach Latein aus dem Lehrplan der Kantonsschule – und sägt an den eigenen Wurzeln.

Quelle: Sprachen wie Latein und Griechisch sind immer weniger gefragt

Kommentar: Der Artikel verweist kurz auf eine Statistik,  die die tatsächliche Anzahl schweizer Gymnasiasten, welche Latein  belegen, aufzeigt. Sie ist hier verfügbar, die folgende Übersicht zeigt eindrücklich, dass fast ein Fünftel (sic!) Latein-Lektionen besucht:

Gymnasium 2022 (Medienmitteilung)

An den 22 Zürcher Kantonsschulen werden die Schülerinnen und Schüler auf hohem Niveau ausgebildet. Um diese hohe Qualität auch in Zukunft zu gewährleisten, müssen sich die Gymnasien stetig weiterentwickeln. Mit dem Projekt «Gymnasium 2022» packt der Kanton Zürich gleich mehrere Themen an. Der Bildungsrat hat dazu die wesentlichen Eckwerte festgelegt und wird die weiteren Projektschritte beschliessen. Der Regierungsrat hat dafür 2,88 Millionen Franken bewilligt.

Drei neue Fächer

Die Lehrpläne des Untergymnasiums sollen auf den Lehrplan 21 abgestimmt werden. Dazu wird unter anderem die Einführung der Fächer «Informatik» und «Religionen, Kulturen, Ethik» angestrebt. Am Obergymnasium wird das von der EDK vorgeschriebene obligatorische Fach «Informatik» eingeführt und eine Mindestdotation vorgegeben. Zudem sollen Zürcher Gymnasien neu das Schwerpunktfach «Philosophie/Pädagogik/Psychologie» anbieten dürfen.

Die Untergymnasien erhalten neu eine Rahmenstundentafel. Zur Diskussion steht eine Stundentafel, die 30 Lektionen fix zuteilt und bis zu vier Lektionen der schulischen Freiheit überlässt. Mit der Rahmenstundentafel wird die Dotation des MINT-Bereichs erhöht (MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik).

Breite Abstützung im Schulfeld

Das Projekt «Gymnasium 2022», wird von einer Projektgruppe umgesetzt, die sich mehrheitlich aus Schulleitungsmitgliedern und Lehrpersonen zusammensetzt. Unter anderem erarbeitet die Projektgruppe ein neues Reglement, das 2020 in eine breite Vernehmlassung gegeben wird. Es ist geplant, dass die Schulen bis 2022 ihre Stundentafeln, Lehrpläne und Fachschaftsrichtlinien überarbeiten.

(Medienmitteilung des Regierungsrates)